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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c9.s3.34

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c9.s3.34

Language
German

c9.s3.34

Die letztere Notationsmethode, welche natürlich die Existenz des decadischen Ziffersystems voraussetzt, wird in den Inschriften aus Kamboja und Campa, vom 7. Jahrh. an für Daten gebraucht.¹⁷ In Java erscheint sie im 8. Jahrh.¹⁸ und um dieselbe Zeit findet sich in Indien die erste Spur derselben in dem S. 75 erwähnten Datum der Cicacole-Kupferplatte des Devendravarman, wo *lo = 3* als Kürzung von *loka* erklärt werden muss. Dann kommt das Datum der neuerdings von Fleet verdächtigten Kaḍab-Kupferplatte¹⁹ Govinda's III. von 813 p. Chr. und im nächsten Jahrh. das der Inschrift Amma's II.²⁰ von 945 p. Chr. In der späteren Zeit werden Datierungen der Art häufiger. Sie finden sich auch schon in den alten Palmblatt-MSS. der Jaina²¹ und noch häufiger in den späteren Papier-MSS. Sie sind teils durch die Eitelkeit der Verfasser der Inschriften und der Schreiber der MSS. veranlasst, die ihre Bekanntschaft mit der Methode der Astronomen zeigen wollten, und teils, bei Daten in Versen, durch metrische Rücksichten.