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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c9.s3.38

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c9.s3.38

Language
German

c9.s3.38

Das zweite System dieser Art²⁴, welches noch jetzt zur Pagination von MSS. in Ceylon, Siam und Birma verwendet wird, und nach Burnell früher auch in Südindien vorkam, beruht auf der brahmanischen Bārākhaḍī, (S. 2). Die 34 Consonanten mit *a*, d. h. *ka—ḷa*, bezeichnen nach BURNELL die Zahlen 1—34, *kā—ḷā* sind = 35—68, *ki—ḷi* = 69—102 u. s. w. In den birmesischen Pali-MSS. der Wiener Hofbibliothek finde ich dagegen *ka—kaḥ* = 1—12 u. s. w. und in den singhalesischen, mit Einschluss der Vocale *ṛ* *ṝ* *ḷ* *ḹ*, *ka-kaḥ* = 1—16 u. s. w., woraus sich eine etwas verschiedene Verwendung der Zeichen ergiebt²⁵. Nach einer freundlichen Mitteilung FAUSBÖLL's werden diese beiden Methoden allein (nicht die Burnell'sche) in den ihm bekannten MSS. gebraucht. Mit den birmesischen stimmen nach seiner Angabe auch die siamesischen Handschriften, und die ceilonesischen beginnen nach Erschöpfung der Silbenreihe durch *ḷaḥ* wieder von vorne mit 2 *ka*, 2 *kā* u. s. w.