Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c6.s1.1
Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c6.s1.1
- Language
- German
c6.s1.1
Allen alten Völkern mit ihren primitiven naturwissenschaftlichen Erkenntnissen musste sich das Weltbild ursprünglich in den Grundzügen ganz gleich darstellen. Sie konnten sich die Erde eben nur als eine vom Ozean umflossene nach den vier Himmelsrichtungen orientierte Scheibe vorstellen, die von der Himmelshalbkugel überdacht ist. Aus der Umdrehung, Aufgang und Untergang der verschiedenen Himmelskörper konnten sie als Komplement zu jener lichten oberen Welthälfte eine untere ihrer Forschung scheinbar unzugängliche und deshalb dunkle und geheimnisvolle Halbkugel erschliessen. So musste logisch der primitive kosmographische Grundriss aller antiken Völker aussehen. Schildern uns nun einzelne Berichte das Weltall in einer Form, die diesem kurz skizzierten Grundriss nicht entspricht, so sind wir berechtigt, hier den Einfluss einer falsch geleiteten Spekulation zu sehen. Die Spuren des alten natürlichen Bildes werden sich aber bei näherem Zusehen auch hier immer noch aus dem Rankenwerk, mit dem diese Spekulation dasselbe durch- und überwuchert hat, erkennen lassen.