Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c6.s1.4
Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c6.s1.4
- Language
- German
c6.s1.4
Es wurde vorhin als Voraussetzung angenommen, dass jedes antike Volk bei dem Aufbau seines kosmographischen Systems von dem natürlich dem Auge sich darbietenden Weltbilde, der Kugelform des Weltalls, ausgehen musste. Selbst die ältesten Nachrichten der über die äussere Gestalt desselben entsprechen nun vollständig dieser Voraussetzung. Zwar ist die Sprache der vedischen Literatur noch etwas unbeholfen, die Nachrichten selbst sind ziemlich spärlich, die Texte äussern sich fast nur in Vergleichen — man kann ja bei dem Mangel präziserer Begriffe auch nichts Besseres erwarten —, aber immerhin ist die Schilderung so anschaulich, dass wir uns über die ältesten indischen Vorstellungen von der Form des Kosmos Rechenschaft geben können. Rgv. X. 89. 4 werden Himmel und Erde verglichen mit den Rädern an den beiden Enden einer Achse ¹) und Rgv. II. 12. 3 (Atharvav. XX. 34. 3) mit
Linked texts (2)
- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit
- Atharvavedasaṃhitā — Atharvan & Aṅgiras, Sanskrit