Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c6.s2.12
Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c6.s2.12
- Language
- German
c6.s2.12
Mit der Beantwortung dieser Frage haben sich bereits eine Reihe von Forschern beschäftigt, ihre Ergebnisse sind aber nicht vollständig übereinstimmend, was wohl einerseits in der Lücken- und Rätselhaftigkeit des Materials, anderseits aber wohl auch in dem Umstande begründet zu sein scheint, dass man zu wenig Kritik angewandt und ältere und jüngere Vorstellungen unterschiedslos miteinander verknüpft hat, ohne der historischen Entwicklung der kosmographischen Ideen hinreichend Rechnung zu tragen. Aus der in Betracht kommenden Literatur, die in Eberhard Schrader: Die Keilschriften und das Alte Testament, 3. Aufl. von H. Zimmern und H. Winckler, Berlin 1903 S. 615 ff. verzeichnet und in den Anmerkungen zu dem Abschnitt über Babylon in Warren’s Buch „The Earliest Cosmologies“ und in Alfred Jeremias: Handbuch d. altorient. Geisteskultur, Leipzig 1913 ergänzt wird, gewinnt man unter Zugrundelegung einer gewissen logischen Reihenfolge und Entwicklung der Ideen etwa folgendes Bild von den kosmographischen Vorstellungen des alten Babylon.