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Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c6.s2.13

Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c6.s2.13

Language
German

c6.s2.13

Zweifellos ist man auch hier einmal von einem einfachen und natürlichen Weltbilde ausgegangen und hat sich die Erde als eine nach den vier Himmelsrichtungen orientierte ⁴) und von dem Ozean (apsū) um- und unterflossene Scheibe ⁵) vorgestellt. Den Ozean soll wieder ein „Ringwall“ (šupuk šamī) rings umschliessen ¹). Überdeckt dachte man sich beide von dem sichtbaren Firmamente, einem festen Gewölbe, das auch Himmel des Anu genannt wird, auf dem Fundamente des Himmels (išid šamī), d. i. auf dem Horizonte ruht ²) und von den Gewässern des himmlischen Ozeans überflutet werden soll ³). Während man jenseits desselben den kirib šamī, das „Innere des Himmels“, also den Wohnort der Götter verlegte ⁴), geht schon aus den sumerischen und babylonischen Namen für die „Totenwelt“ hervor ⁵), dass der Glaube an ein unterirdisches Jenseits bis in die ältesten Zeiten zurückgeht. Diese Vorstellungen, die zum Teil auch dem ersten Kapitel der Genesis zu Grunde liegen, muss man als die älteste Phase des babylonischen Weltbildes betrachten.