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Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c7.s1.t4.2

Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c7.s1.t4.2

Language
German

c7.s1.t4.2

Dass man sich aber bereits in vedischer Zeit die Erde als eine begrenzte Fläche d. i. eine Scheibe dachte, lässt sich aus einigen Stellen der vedischen Literatur noch deutlich erkennen. Rgv. X. 58. 3 wird die Erde „viereckig“ (... bhūmiṃ cáturbhṛṣṭim ...) genannt. Mag hier auch auf die so oft genannten vier Weltgegenden angespielt werden, so zeigt die Stelle doch, dass die Erde als eine nach den Himmelsrichtungen orientierte einheitliche Fläche vorgestellt wurde. Vielleicht wird erst Śatapathabr. VI. 7. 1. 26 und VII. 1. 1. 37 die Erde als „runde Scheibe“ bezeichnet (parimaṇḍalá u vā ’ayaṃ lokáḥ). Deutlicher geht dies noch hervor aus mehreren Stellen der Brāhmaṇa-Literatur, die über das Verhältnis der Erde zum Ozean handeln. Die Annahme ist hier, dass die Erde auf dem Ozean ruht und von diesem umströmt wird.

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