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Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c7.s1.t7.2

Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c7.s1.t7.2

Language
German

c7.s1.t7.2

Die Bezeichnungen der Sonne, speziell die Vergleiche derselben mit irdischen Gegenständen oder Lebewesen sind in der vedischen Literatur sehr häufig. So wird die Sonne als „Rad“ gedacht Rgv. I. 174. 5, IV. 16. 12, VI. 56. 3 (sūraś cakrám), I. 175. 4 (. . . sūryam . . . cakrám . . .), IV. 17. 14 (ayám cakrám . . . sūryasya . . .). Rgv. I. 164. 14, V. 40. 8, 59. 5, X. 10. 9, Atharvav. IX. 9. 14 wird sie als „Auge des Sūrya“ (sūryasya cákṣuḥ), Rgv. IX. 10. 9 als „Auge des Svar“ (súraḥ . . . cákṣas), Atharvav. X. 7. 33 zusammen mit dem Monde als „Auge des höchsten Brahma (yásya sūryaś cákṣuś candrámāś ca . . .), Atharvav. V. 9. 7, 10. 8 und Śatapathabr. III. 2. 2. 13 als „Auge“ des Lebewesen gedachten Weltalls bezeichnet und Atharvav. V. 24. 9 wird Sūrya „der Herr der Augen“ (cákṣuṣām ádhipatiḥ) genannt. Rgv. VII. 35. 8, 63. 4 heisst die Sonne „weitschauend“ (urucákṣas). Rgv. VII. 87. 5 wird sie eine goldene Schaukel genannt, die der kluge König Varuṇa am Himmel geschaffen habe, damit sie glänze (gŕtso rājā váruṇaś cakra etám diví preṅkhám hiraṇyáyam śubhé kám). Atharvav. XVII. 1. 26 heisst et: „Du hast, o Sūrya, dein Schiff mit hundert Rudern bestiegen“ (sūrya nāvam árukṣaḥ śatáritrām . . .) und Atharvav. V. 4. 4, VI. 95. 2 und XIX. 39. 7 wird die Sonne mit einem goldenen Schiff verglichen: „Es bewegte sich an dem Himmel ein goldenes Schiff mit goldenem Tauwerk“ (hiraṇyáyī naúr acad dhíraṇyabandhanā diví). Rgv. V. 30. 8 scheint die Sonne als „fliegender himmlischer Stein“ (áśmānam cit svaryàm vártamānam . . .) bezeichnet zu werden, der der Verbündete Indra’s war, als er den Dāsa Namuci bekämpfte. Nach Atharvav. VIII. 2. 15 und XIII. 2. 9 heisst die Sonne „Sohn der Aditi“ (ādityá bzw. áditeḥ putráḥ), und Rgv. I. 115. 1 (und überaus häufig in den übrigen vedischen Schriften) wird von ihr gesagt: „Das glänzende Antlitz der Götter ist emporgestiegen, das Auge des Mitra, Varuṇa und Agni, Sūrya, die Seele des Beweglichen und Unbeweglichen, hat Himmel, Erde und Luftraum erfüllt“ (citrám devánām úd agād ánīkam cákṣur mitrásya váruṇasyāgnéḥ, áprā dyávāpṛthiví antárikṣam sūrya ātmá jágatas tasthúṣaś ca . . .).

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