Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c7.s2.t20.9
Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c7.s2.t20.9
- Language
- German
c7.s2.t20.9
Matsyap. und Rāmāyaṇa erzählen die bekannte Sage von der Herabkunft der Gaṅgā in kurzen Worten. Nachdem die Gaṅgā vom Himmel durch den Luftraum zur Erde gekommen war, wurde sie von Bhava (d. i. Śiva) mit dem Kopfe aufgefangen und lange Zeit durch die Wunderkraft des Yoga von ihm gefesselt. Die Tropfen, die von der erzürnten Gaṅgā zur Erde fielen, bildeten den Teich Bindusaras. Als endlich Bhava, von der Askese des Bhagīratha besänftigt, dieselbe entliess, teilte sie sich in sieben Ströme, von denen drei nach Osten, drei nach Westen und der siebte dem Bhagīratha nach Süden folgte und nach ihm seinen Namen erhielt. Nach Osten wandten sich Nalinī, Hlādinī und Pāvanī, nach Westen Sītā, Cakṣus und Sindhu. Die Aufzählung der Völker, die diese Ströme während ihres Laufes durch Bhārata nach den Angaben des Matsyap. berühren, darf wohl hier übergangen werden.
Cites (2)
- Matsyapurāṇa — Vyāsa, Sanskrit
- Vālmīkirāmāyaṇa — Vālmīki, Sanskrit