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Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c7.s2.t47.9.3

Die Kosmographie der Inder nach den Quellen dargestellt c7.s2.t47.9.3

Language
German

c7.s2.t47.9.3

Die Hölle Kuḍmala ist voll von Koth, Urin und Blut und für die bestimmt, die die fünf Opfer nicht dargebracht haben. Sudurgandha ist ganz furchtbar, voll von Fleisch und Blut und ist für die Bösen, die sich an Speisen ergötzt haben, die sie nicht geniessen durften. Die Hölle Mahāvaṭa ist voll von Würmern und Insekten, voll von Leichnamen; hier stürzt kopfüber der Mädchenverkäufer hinein. Tilapāka ist eine furchtbare Hölle; wie Sesam werden hier gepresst, die sich an den Schmerzen anderer erfreut haben. Die Hölle Tailapāka ist mit glühendem Öl überschwemmt; in ihr wird gepeinigt, wer Freund oder Schutzbefohlenen getötet hat. Vajrakapāṭa hat Ketten aus Diamant, mit denen erbarmungslos die gequält werden, die Milch verkauft haben. Nirucchvāsa ist in tiefe Finsternis gehüllt und ohne Luftzug; hier wird der hineingeschleudert, der Geschenke an Brāhmaṇen verhindert. Aṅgāropacaya leuchtet auf von glühenden Kohlen; hier wird der gebrannt, der einem Brāhmaṇen eine Gabe versprochen, ihm dieselbe aber nicht gegeben hat. Mahāpāyi ist 100 000 Yojana breit; hier werden jene kopfüber hineingestürzt, die stets die Unwahrheit gesagt haben. Mahājvāla leuchtet von Flammen; wer an Böses denkt, wird hier sehr lange gebrannt. In der Hölle Krakaca werden die Männer, die verbotenen Geschlechtsverkehr geübt haben, mit diamantharten Sägen bearbeitet. Die Hölle Guḍapāka ist bedeckt mit Teichen glühender Kugeln; in diese wird der hineingestossen, der die Kasten vermischt hat.