Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c12.41
Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c12.41
- Language
- German
c12.41
82. R. verabschiedet sich von Agastya und kehrt nach Ayodhyâ zurück. 83. Er schlägt seinen Brüdern vor, das Râjasûya-Opfer zu feiern, doch Bharata rät ab, weil es den Untergang vieler Kshatriya zur Folge haben würde. 84. L. rät, das Açvamedha-Opfer zu feiern. Durch dasselbe habe sich Indra von der Sünde des Brahmanen-Mordes gereinigt. Einst habe nämlich Vṛitra die Erde gerecht beherrscht. Da habe er Busse zu thun begonnen, worüber Indra in Furcht geraten sei und, wegen seiner Herrschaft besorgt, Vishṇu um Hülfe gebeten habe. 85. Vishṇu habe wegen seiner Freundschaft mit Vṛitra ihn zu töten abgelehnt, aber sei mit einem Teile in Indra, mit einem andern in den Donnerkeil, mit dem dritten in die Erde eingegangen. Darauf seien die Götter zu Vṛitra hingegangen, und Indra habe mit dem Donnerkeil ihm den Kopf abgeschlagen. Da habe die Brahmahatyâ den Indra verfolgt bis an die Enden der Welt und habe ihn dort ergriffen. Die Götter aber hätten sich an Vishṇu gewandt, der den Rat erteilte, dass Indra ihm das Açvamedha-Opfer darbringen solle. 86. Da hätten die Götter Indra am Weltende aufgesucht, wo er von der Brahmahatyâ umhüllt gewesen sei. Als sie das Opfer begonnen hätten, sei die Brahmahatyâ von ihm gewichen. Sie habe sich, auf Rat der Götter, in vier Teile geteilt, mit einem wohne sie in den Flüssen zur Zeit des Hochwassers, mit dem zweiten in der Erde, mit dem dritten in menstruirenden Frauen und mit dem vierten in Brahmanenmördern. Gereinigt von seiner Sünde habe Indra wieder die Weltherrschaft übernommen.