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Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c4.s2.35

Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c4.s2.35

Language
German

c4.s2.35

Darauf folgt die Scene, in der Râvaṇa die Sîtâ durch den hervorgezauberten Kopf Râma's und seinen Bogen zu täuschen sucht; aber nach einem Eindruck machenden Anfang wird die Scene in kläglicher Weise zum Abschluss gebracht. Wahrscheinlich ist der vorliegende Text stark entstellt, und war wohl, wie aus dem Schlusse des 34. und dem Anfange der 35. Gesanges zu ersehen ist, der ursprüngliche Gedanke der, dass der Lärm des nahenden Heeres den Betrug Râvaṇa's aufdecken sollte. Denn dieser hatte der Sîtâ gesagt, Prahasta habe in einem nächtlichen Überfall das Heer der Feinde noch am jenseitigen Ufer des Meeres überwunden. Wie dem auch sein mag, sicher scheint mir, dass der Gedanke, der zur Ausarbeitung dieser Erzählung führte, der Zwillingsbruder, möchte ich sagen, von demjenigen ist, der in Gesang 47 und 48 zur Ausführung gelangte. Dort wird nämlich erzählt, wie Râvaṇa der Sîtâ auf dem Pushpaka die scheintoten Râma und Lakshmaṇa zeigen lässt. In beiden Scenen bricht dann Sîtâ in Klagen aus, und eine mitleidige Râkshasî, im ersten Falle Saramâ, im zweiten Trijaṭâ, klärt sie über den Sachverhalt auf. Welche von beiden Erzählungen die ältere ist, können wir ununtersucht lassen; beide scheinen mir nämlich nur eine Variation der sicherlich älteren, weil schon im Mahâbhârata erwähnten, Erzählung zu sein, die sich im 81. Gesange findet. Dort zaubert nämlich Indrajit ein Ebenbild der Sîtâ hervor, dass er vor den Augen Hanumat’s und der Affen enthauptet. Es ist eine Art diabolischer Bosheit, wie Indrajit selbst sagt:

Cites (1)