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Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c4.s2.71

Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c4.s2.71

Language
German

c4.s2.71

„Überhaupt sieht man dem ganzen ersten Buche die Absicht an, welche die Überarbeiter des Gedichtes veranlasste, es mit so langen Zusätzen zu vermehren. Rama sollte über alle andern Helden erhoben werden. Daher zuerst die wunderbare Geburt, dann das Spannen des Bogens, wodurch Rama mit den Helden des Mahabharata verglichen und über sie erhoben werden soll, und endlich die Begegnung mit dem ältern Rama, die offenbar nur deswegen eingefügt ist, damit der ältere sich vor dem jüngern demüthige. Die Feierlichkeiten bei der Hochzeit, die berühmten Heiligen, die dabei Dienste thun, die von Wasischtha recitirte Genealogie Ramas, dem Allem sieht man deutlich an, dass es aus dem Wunsche, den Rama zu verherrlichen, entstanden ist. Besonders die Genealogie beweist, dass diese Capitel in einer Zeit entstanden sind, als man mit den alten Sagen schon aufs willkürlichste umgehen durfte. Sie steht im Widerspruch mit der ganzen indischen Überlieferung, und mischt die Namen ganz verschiedener Königsreihen untereinander, in der offenbaren Absicht, alle Namen alter berühmter Könige unter den Vorfahren Rama's aufzuführen. Andere Theile haben nicht die Absicht, den Rama zu verherrlichen, sondern Ortschaften, die wahrscheinlich in den ächten Sagen nicht genannt werden, und die doch auch in der Ramasage vorkommen wollten. Daher die wunderliche Reise mit Visvamitra.“