Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c4.s2.72
Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c4.s2.72
- Language
- German
c4.s2.72
„Auch der ganze Ton des ersten Buches sticht auffallend ab gegen den Ton der ächten Theile des zweiten Buches. Wenn man sich durch die dürren Erzählungen des ersten Buches, die Erklärungen von Ortsnamen, etymologischen Spielereien, die Heldenthaten wunderbarer Waffen, wahrlich mit wenig Genuss hindurchgearbeitet hat, so wird man auf das Angenehmste überrascht, wenn man bald nach Beginn des zweiten Buches auf eine blühende, kräftige Sprache stösst, an welcher man sogleich den wahren Dichter erkennt. Und in diesen Stücken des zweiten Buches, die wirklich poetisches Verdienst haben, kommen nie Beziehungen auf die Ereignisse des ersten Buches vor ¹). Im Gegentheil, wenn z. B. gerühmt wird, wie Rama sich im Bogenschiessen geübt habe, so kann doch der nämliche Dichter ihn nicht schon vorher Thaten verrichten lassen, die ihn über alle andern Bogenschützen erheben.“