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Das Ramayana: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c4.s2.77

Das Rāmāyaṇa: Geschichte und Inhalt nebst Concordanz der gedruckten Recensionen c4.s2.77

Language
German

c4.s2.77

Der zweite Punkt betrifft Bharata's Abwesenheit zu der Zeit, als Râma in den Wald verbannt wird. Diese wird im zweiten Buche vorausgesetzt und auch ausdrücklich erwähnt. Da nun im ersten Buche erzählt wird, dass Bharata und Çatrughna ihren mütterlichen Oheim besuchen, so könnte man glauben, dass diese Erzählung nicht entbehrt, folglich auch das erste Buch nicht so ohne weiteres gestrichen werden könne. Sieht man sich aber die auf Bharata bezüglichen Stellen des ersten Buches genauer an, so merkt man alsbald, dass sie sehr ungeschickt eingefügt sind. Im 73. Gesange wird nämlich erzählt, dass Yudhâjit gekommen sei, um seinen Schwestersohn Bharata zu sehen. Das geschieht am Morgen der Hochzeit. Die vierfache Hochzeit geht vor sich, ohne dass wir von Yudhâjit noch etwas hören bis erst im letzten Gesange. Dort lässt Daçaratha den Bharata und Çatrughna mit Yudhâjit ziehen ¹), und zwar, wie der Zusammenhang erfordert, bald nach der Hochzeit und Rückkehr nach Ayodhyâ. Schon dieser Zeitpunkt ist sonderbar gewählt für die Reise der Jungvermählten in das ferne Land der Kekaya. Noch auffälliger ist aber, dass Bharata viele Jahre in der Ferne geweilt haben müsste; denn er wird ja erst wieder zurückgerufen, als Râma in den Wald gezogen war. Zwischen der Hochzeit und der Verbannung Râma's denkt sich aber der Dichter bez. derjenige, der dem Râmâyaṇa seine jetzige Gestalt gegeben hat, einen langen Zeitraum. Denn es heisst I 77, 25: