Pramāṇa · Search · About · API

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.8.4

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.8.4

Language
German

c4.8.4

schwerlich würde auch der Versausgang, wie wir es bei der Gâyatrî zu finden glauben, einer doppelten rhythmischen Entwicklung nach zwei entgegengesetzten Seiten hin fähig gewesen sein. Sylbenzahl und Cäsur waren, scheint es, die einzigen zu voller Festigkeit gelangten Bestimmungen in dem Bau dieser von rhythmischer Belebung wohl nur unvollkommen durchdrungenen Reihen. Aber die Lücken und die Unsicherheit der Kenntniss, über welche wir an dieser Stelle schwerlich je hinauskommen werden, stellt doch die Grundthatsachen des Zusammenhangs indischer und iranischer Verskunst nicht in Frage. Und so weist die vedische Metrik, wie sie die Grundlage aller jüngeren Metrik der Inder abgegeben hat, selbst wiederum in die weiten Zeiträume einer unserer directen Kenntniss entzogenen Vergangenheit zurück, während derer verschollene Generationen indischer, und dann weiter zurück indoiranischer Ṛishis in denselben uralten Maassen der achtsylbigen und der elfsylbigen Zeile die göttliche Herrlichkeit der Asuren und die Kelterungen des in den Bergen wachsenden Soma besungen haben.