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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s2.11

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s2.11

Language
German

c4.s2.11

¹) Beispiele aus dem siebenten Maṇḍala für die Cäsur zwischen den Gliedern eines Compositums: 2, 7ᵇ; 3, 10ᵇ (?); 4, 5ᵈ; 8, 6ᵈ; 14, 1ᶜ; 23, 5ᵇ; 38, 2ᵈ. 5ᵈ; 58, 2ᵇ; 60, 8ᵈ; 81, 4ᶜ. Ausserdem besonders häufig, wie sich von selbst versteht, in Göttercompositis wie mitrāvaruṇā, indrāsomā, dyāvāpṛthivī, die tatsächlich als zwei Worte aufzufassen sind. — Cäsur vor dem Superlativsuffix -tama: I, 62, 6 (zweimal); IV, 1, 4. 6; 22, 3; 23, 6: X, 115, 5. — Cäsur vor im I, 71, 5; vor iva V, 53, 16: X, 4, 2; 68, 5: 94, 13 (zweimal); vor vām III, 58, 8; vor cit X, 93, 7. — Contractionen z. B. IX, 87, 5: mahe vājāyāmṛtāya śravāṃsi. — Krasis von e + a, o + a: I, 118, 7: 186, 8; VII, 1, 19 (?); X, 103, 1 und andre Fälle mehr. — Beispiele aus dem siebenten Maṇḍala für gänzliche Vernachlässigung der Cäsur: 2, 7ᶜ; 4, 9ᵈ; 7, 1ᵇ; 20, 6ᵃ. 7ᵈ; 36, 5ᶜ; 57, 6ᵇ; 60, 1ᵃ; 61, 1ᵈ; 67, 5ᵇ; 68, 3ᶜ; 88, 3ᵈ. 6ᶜ: 97, 3ᵇ. 9ᵃ. Im Ganzen sind die Pādas ohne Cäsur unter den regelmässigen Typen leicht unterzubringen; sie zeigen den Bau des einen oder des andern dieser Typen, nur dass eben die Cäsur vernachlässigt ist. Beispielsweise entspricht X, 103, 2 saṃkrandanenāni-misheṇa jishṇunā offenbar der Form ◡ ◡ ◡ ◡ ‖ ◡ ◡ ◡ ◡ ◡ ◡. Doch ist es auffallend, wie oft (besonders unter den eben citirten Stellen des siebenten Buches) der Typus erscheint ◡ ◡ ◡ ◡ ◡ ◡ ◡ ◡. Die Länge an sechster Stelle passt nicht zu den häufigeren Typen mit der Cäsur. Es scheint, dass sich bei diesen der gewohnten Gliederung entbehrenden Reihen eine gewisse Neigung zur einfachen Abwechslung von Längen und Kürzen entwickelt hat, in welcher übrigens die Spuren eines vorhistorischen »katalektischen Trimeters« zu sehen ein wenig gewagt sein dürfte.

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