Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s2.15
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s2.15
- Language
- German
c4.s2.15
Die Eintheilung der elfsylbigen resp. zwölfsylbigen Reihe, die wir unsrer Uebersicht über die metrische Beschaffenheit derselben zu Grunde legen müssen, wird als ersten Theilpunct die Cäsur, als zweiten den Anfangspunct des metrisch fest geregelten Ausgangs, d. h. den Punct zwischen der siebenten und achten Sylbe anzunehmen haben. Wir werden so den Fehler vermeiden, durch welchen z. B. Benfey an der Erreichung eines klaren Bildes von der Trishtubh-Metrik verhindert worden ist: indem Benfey als mittleren »Fuss« unveränderlich die Sylben 5—8 rechnet und für diese metrische Schemata aufzustellen sucht, übersieht er, dass z. B. die sechste oder siebente Sylbe im Ganzen der Reihe keineswegs immer dieselbe Rolle spielt, sondern dass je nach der wandelbaren Stellung der Cäsur eben die Gesetze oder Neigungen, welche in der einen Gruppe von Versen für die sechste Sylbe gelten, in der andern die siebente treffen, und dass dem, was in den letzteren Versen die sechste ist, in den ersteren vielmehr die fünfte entspricht ¹).