Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s2.t2.7
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s2.t2.7
- Language
- German
c4.s2.t2.7
Wir beginnen mit dem viersylbigen Verseingang. In derselben Weise wie bei der Gâyatrî stellt sich auch hier als das Normale ein Metrum heraus, dessen Ausdruck, mit den Bezeichnungen der Icten versehen, ◡—◡— ist ¹). Die Nebenformen aber, die sich an diese Hauptform anschliessen, weisen, verglichen mit den Nebenformen des Gâyatrî-Reiheneingangs, eine ebenso characteristische wie begreifliche Verschiebung auf: es treten nämlich diejenigen Formen besonders hervor, die im Uebrigen der Hauptform entsprechen, aber an vierter Stelle eine Kürze haben: ◡—◡◡. Selbstverständlich ist es die auf die vierte Sylbe folgende Cäsur, welche bewirkt, dass hier die Quantität, wenn auch durchaus nicht indifferent ist — denn die Länge überwiegt noch immer in einer Weise, die nicht zufällig sein kann —, aber doch mit merklich geringerer Strenge beachtet wird. So giebt sich hier wie in andern Dingen die Mittelnatur der Cäsur, ihre halbe Verwandtschaft mit dem Pâdaende wie ihre halbe Verschiedenheit von demselben, überaus klar zu erkennen. Offenbar aber ist die Kürze, welche vermöge der Cäsur als Aequivalent einer Länge zu gelten im Stande ist, ebenso gut wie die Länge, welche sie vertritt, Trägerin des Ictus; wir haben also die Messungen ◡◡◡◡¹).