Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s2.t5.8
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s2.t5.8
- Language
- German
c4.s2.t5.8
Manche unter den Pâdas der ersten Gruppe würden wir, wenn sie in einem andern Hymnus ständen, als normale Trishtubh-Reihen erklären, deren fehlende Sylbe durch Zählung der Svarabhakti als voller Sylbe (so im ersten und siebenten Beispiel) oder durch zweisylbige Messung eines Vocals (so im zweiten, dritten, sechsten Beispiel) zu gewinnen ist; in diesem Sûkta aber geht die Unstatthaftigkeit jener Auskunftsmittel aus der im Uebrigen herrschenden metrischen Gestalt klar hervor ¹). Immerhin ist es nicht unwahrscheinlich, dass Fälle der Svarabhakti und der zweisylbigen Messung den Dichter dieses Liedes zu der Erfindung seines Typus angeregt haben mögen: hatte er eine reguläre Triṣṭubh-Reihe vor sich mit dreisylbigem indra oder pâti nach der Cäsur, und fasste er diese Worte, wie sie es ja in der That überwiegend häufig sind, als zweisylbig auf, so war damit sein neuer Typus mit der einen fehlenden Sylbe und der Länge nach der Cäsur gefunden. Uebertrug er dann diesen Typus auf die Reihe mit fünfsylbigem Eingang, so ergaben sich Pâdas von der normalen Triṣṭubh-Länge wie die oben angeführten