Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s7.9
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s7.9
- Language
- German
c4.s7.9
¹ In den Versen 2-5 hat M eine von den beiden Paralleltexten abweichende Vertheilung der Pâdas auf die Ṛicas, welche mit dieser Regel nicht im Einklang stehen würde. Die Fassung von M ist aber aus mehreren Gründen unacceptabel. Bei Gott Narâṣaṃsa (Vers 3) ist so gut wie bei Tanûnapât (2) ein Hinweis auf das für diese beiden Götter characteristische madhu zu erwarten (vergl. Ṛv. I, 13, 2. 3; 142, 2. 3): also gehört der Pâda madhvâ yajñam etc. zum dritten (so TV), nicht zum zweiten (M) Verse. Der vierte Vers hat in M überhaupt keine Construction; der in M prädicatslose Satz iḍâno vahnir namasâ gehört unzweifelhaft mit dem vorhergehenden achâyam eti ṣavasâ ghṛitena zusammen, und dieser letztere Satz mit seinem achâ ... eti liefert zu dem sonst unverständlichen agnim sruco adhvareshu prayatsu die offenbar erforderte Ergänzung (vergl. Ṛv. V, 21, 2; VIII, 60, 2): mithin liegt auch die Abgrenzung von 3. 4 in TV, nicht aber in M richtig vor. In Vers 5 scheint der Redactor von M die offenbar in suprayasaḥ (?) liegende Hindeutung auf das Barhis (vergl. Böhtl. Roth s. v. su-prayâ) nicht als genügend empfunden und deshalb eine Hinzufügung gemacht zu haben; doch ist hier bei dem verderbten Zustand des Textes das Urtheil unsicher.
Cites (1)
- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit