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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s8.120

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s8.120

Language
German

c4.s8.120

Sehen wir uns so zu der Ersetzung der einsylbigen Gebilde durch zweisylbige gedrängt, so wird der Widerspruch, auf welchen dies Verfahren zu stossen erwarten muss, wohl am wenigsten lebhaft in einigen Fällen sein, in welchen der *e*-Diphthong vorliegt und es am leichtesten ist dem Hiatus zu entgehen. Wenn śreṇi und śreṇiṣas im Rigveda immer¹) eine Sylbe mehr beanspruchen, als in der überlieferten Textgestalt vorhanden sind, so wird in der That die Schreibung ṣrayaṇi ¹) schwer abzuweisen sein. Aehnlich führt das überwiegende Erscheinen eines dreisylbigen tredhâ neben dem zweisylbigen offenbar auf trayadhâ, und werden wir neben netar, praṇetar auch ṇayitar, praṇayitar anzusetzen haben (vergl. nayitum Aitareya Br. neben netum) ²). — Wie zur Wurzel jû der Superlativ javiṣṭha gehört, wird zu prî, ṣrî ein dreisylbiges prayiṣṭha, ṣrayiṣṭha an den Stellen, an welchen das überlieferte preṣṭha, ṣreṣṭha dem Metrum nicht genügt, angenommen werden dürfen und müssen. — Bei den Superlativen, welche zu Wurzeln auf â gehören, wie jyeṣṭha, dheṣṭha, mag als dreisylbige Gestalt jyaïṣṭha, dhaïṣṭha, aus welchem jene Formen hervorgegangen sind ³), anzusetzen sein.

Cites (1)