Pramāṇa · Search · About · API

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s8.129

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c4.s8.129

Language
German

c4.s8.129

Wir versuchen es schliesslich, indem wir die Behandlung aller Einzelheiten der Textconstitution vorbehalten, einen orientirenden Ueberblick über die wesentlichsten Fälle der zweisylbig zu messenden Vocale zu liefern. Die Thatsache jener Messungen in vielen Fällen, ihr Ausgeschlossensein in andern ist klar genug erkennbar: in der Mitte aber zwischen beiden Gebieten liegt eine zweifelhafte Grenzregion, indem offenbar einerseits die Praxis der vedischen Poeten hier wie sonst nicht selten die im Uebrigen innegehaltenen Linien verlassen hat, andrerseits aber für unsre Beurtheilung zahlreiche Fälle mehrdeutig oder durch Mängel der Ueberlieferung in zweifelhaftes Licht gerückt sind. Insonderheit in der Abgrenzung der oben (S. 34 fg., 66 fg.) von uns verzeichneten Fälle metrischer Unvollständigkeiten gegen die Fälle der zweisylbigen Messung, sowie in der Beurtheilung von Wortformen aus den Hymnen, für welche wir eigne metrische Typen glaubten in Anspruch nehmen zu müssen, wie II, 11 oder X, 46, werden Meinungsverschiedenheiten kaum vermieden werden können.