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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c5.s5.19

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c5.s5.19

Language
German

c5.s5.19

Der Liedzahl und allenfalls auch der Liedordnung nach könnte an sich ferner noch die Praskaṇvagruppe I, 44-50 dieser Saṃhitā zugehört haben, aber da bei den weiterhin vorangehenden Sammlungen diese Denkbarkeit aufhört und durch die Verfassernamen die Gruppe sich deutlich auf die Seite der vorangehenden stellt, so verliert jene Eventualität alle Wahrscheinlichkeit. Die Frage nun, welche in Bezug auf diesen ersten Theil des Maṇḍala aufgeworfen werden muss, ist offenbar nicht: wie verhalten sich diese Sammlungen zu denen, welche auf sie zunächst folgen? — sondern: wie verhalten sie sich zu Buch VIII, mit dem sie zum grössten Theil durch das Hervortreten der Kaṇvas und durch die metrische Gestalt der Lieder auf eine Linie gestellt werden? Auch hier wie im achten Buch haben wir eine Reihe kleinerer Sammlungen, jede offenbar einem eignen Verfasser oder einem engeren Verfasserkreise zugehörig. Wenn nun im ersten wie im achten Maṇḍala in gleicher Weise Kaṇviden als Dichter im Vordergrund stehen, so liegt die Vermuthung nahe, dass es eben besondre Verfassergruppen sein werden, die in jenem, andre, die in diesem Maṇḍala erscheinen¹). Wie das erste Buch beispielsweise von Vatsa, von Sobharî resp. den Sobharis und von andern Dichtern des achten M. nichts weiss, so hat umgekehrt die Sammlung I, 44-50 vor dem achten Buch den Namen des Praskaṇva voraus²), während sie die vielfachen Erwähnungen der Kaṇvas und Priyamedhas mit VIII, 1 fgg. theilt. Anders die Sammlung I, 36-43: sie hat mit VIII, 1 fgg. die Namen Kaṇva, Medhyâtithi, Upastuta (dazu auch Turvaṣa Yadu) gemeinsam, aber ihr fehlt, vielleicht nicht durch blossen Zufall, die dort häufige Nennung der Priyamedhas. Dass die Kaṇvas in einigen Liedergruppen nicht genannt, vermuthlich auch keineswegs die Verfasser von allen sind, widerspricht übrigens der Analogie mit dem achten Buche nicht: wir denken an die Śunaḥśepa- und die Hiraṇyastûpasammlung; möglich ist es auch, dass die durchaus im Ton der Kaṇvas gehaltenen¹) Lieder I, 1-11 in der That, wie die Anukramaṇî angiebt, von einem Viṣvâmitriden herrühren²). Allerdings nun ist damit, dass man in I andre Verfassergruppen annimmt als in VIII, noch nicht erklärt, weshalb die eine Reihe von Gruppen von der andern in dieser Weise getrennt ist. Die Möglichkeit, dass chronologische Momente hierbei im Spiel sind, liegt nahe; es dürfte aber schwer sein, derartige Momente im Einzelnen nachzuweisen. Neben entschieden Jungem³), wie derartiges übrigens auch an vielen Stellen des achten Buches vertreten ist, steht Andres, das so alt sein kann, wie nur irgend ein Bestandtheil der vedischen Textsammlung. Die zahlreichen Parallelen und

Cites (1)