Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c5.s5.41
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c5.s5.41
- Language
- German
c5.s5.41
Aehnlich wie dieser Vasisḥṭhide von X, 65. 66 liesse sich der Viṣvâmitride von X, 89, ähnlich liessen sich die meisten scheinbaren Vertreter der alten Geschlechterpoesie im zehnten Buche und überhaupt die meisten Dichter dieses Buches als moderne Epigonen erweisen. Kriterien des Inhalts nnd Kriterien der Form, so mannichfach in ihrer Art wie übereinstimmend in dem Ergebnis, zu welchem sie führen, drängen sich dem Leser des zehnten Buches auf Schritt und Tritt auf. Was den Inhalt anlangt, so vollzieht sich gegenüber den alten Partien des Veda zugleich eine Verengerung und eine Erweiterung. Der Götterkreis, welchem die Poesie der Familienbücher geweiht war, kann sich nicht in seinem vollen Umfange im Interesse der neuen Zeit lebendig erhalten. Nur einige so hervorragende Liedertypen wie der des Agniliedes (einschliesslich des Âprîhymnus) und des Indraliedes bestehen in alter Weise weiter; die Lieder an die Viṣve devâs gewinnen sogar an Terrain. Aber Varuṇa und Mitrâvaruṇau verschwinden nahezu, ebenso Ushas und vermuthlich auch der Pavamâna (s. oben S. 252), während die Maruts und die Aṣvin ziemlich nur als Specialität der Dichter von 39—41 resp. 77—78 übrig bleiben. Dafür treten jetzt Wesenheiten wie Viṣvakarman, Manyu, Śraddhâ in den Vordergrund; die Massen der kosmogonischen und philosophirenden Hymnen, der Âkhyânahymnen, der Hymnen für Riten des Gṛihyaopferkreises (Begräbniss, Hochzeit, Weihe der Heerden u. s. w.), der Zauberlieder, Beschwörungen u. dergl. mehr geben dem Maṇḍala sein besondres Gepräge.
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- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit