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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.159

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.159

Language
German

c6.159

Auf den ersten Blick stellt sich, wenn man dies Variantenverzeichniss mit dem vorangehenden vergleicht, als die hauptsächlichste Quelle der Lesarten, in denen V von R abweicht, eben das heraus, was man a priori zu vermuthen berechtigt ist: die alte Yajusgestalt der Rigverse, für welche wir die Uebereinstimmung von T und M nach aller Wahrscheinlichkeit als ein hinreichendes Zeugniss ansehen dürfen. Nur wenige unter den Lesarten von TM sind in V wieder durch den R-Text verdrängt worden¹); andrerseits finden sich nur wenige Stellen, an denen V seinen eignen Weg geht oder mit nur einem der schwarzen Yajustexte stimmt; meistens sind seine Abweichungen von R eben dieselben, in welchen T mit M zusammentrifft. Wenn man also eben wegen der im Ganzen so grossen Uebereinstimmung von V mit R versucht sein könnte, den Abweichungen von V ein besonderes Gewicht einzuräumen und in ihnen die Spuren einer alten, von unserm R differirenden Rigrecension zu vermuthen, welche bei der Zurückführung des weissen Yv. auf die Rik-Textgestalt als Vorlage gedient hätte, so mahnen die hier gemachten Beobachtungen zur Vorsicht: nicht eine andre Rigrecension ist es, sondern es sind wenigstens zum grössten Theil Ueberbleibsel der alten Yajus-Saṃhitâ, was wir da vor uns haben, wo V von R abweicht. —

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