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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.180

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.180

Language
German

c6.180

² Eine andre sehr in die Augen fallende Av.-Lesart, deren von Ludwig vertheidigte Echtheit ich doch nicht ohne Bedenken zugeben kann, betrifft den Hochzeitsspruch Rigv. X, 85, 44: vīrasûr devakâmâ syonâ. Der Atharvaveda XIV, 2, 17. 18 giebt zunächst den betreffenden Rigvers selbst, sodann einen andern demselben theilweise nachgebildeten und liest beidemal devṛikâmâ. Zwischen beiden Stellen steht aber das Gebet, dass die Frau »adevṛighny apatighnî« sein möge: von da her konnte die Lesart devṛikâmâ leicht an den benachbarten Ort gerathen. Ich wage daher nicht, das an sich durchaus unanstössige, übrigens auch in der Sâmaveda-Recension des Verses (Mantra Br. I, 2, 11) erscheinende devakâmâ als Corruptel anzusehen.

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