Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.181
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.181
- Language
- German
c6.181
Natürlich ergiebt sich, wenn man den Bestand der Lieder im Ganzen — die Zahl der zu ihnen gehörigen Verse etc. — in's Auge fasst, dasselbe Resultat in Bezug auf den Werth der Atharvan-Tradition, wie bei der Untersuchung der einzelnen Lesarten. Auch hier erweist sich auf der einen Seite die Autorität dieses Veda als sehr weit hinter derjenigen der Riktradition zurückstehend: es ist unnöthig, Beweise hierfür beizubringen, die dem Leser des Atharvaveda auf Schritt und Tritt in Menge begegnen. Dass aber auf der andern Seite doch auch Fälle vorkommen, in welchen der Av. dem Rv. gegenüber in Bezug auf den Versbestand eines Liedes das Richtige oder doch die Spur des Richtigen erhalten hat, dürften im Anschluss an Bergaigne unsre obigen Erörterungen über die Anordnung des zehnten Maṇḍala (S. 242 fg.) hinreichend dargethan haben.