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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.200

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.200

Language
German

c6.200

Ehe wir den bisher besprochenen Zeitraum der vedischen Textgeschichte verlassen, um uns jüngeren Phasen derselben zuzuwenden, wird der Hinweis darauf nicht überflüssig sein, dass jene Zeit der älteren Sâman-, der älteren Yajustexte etc. so zu sagen in den Lebensschicksalen der rigvedischen Lieder doch nur eine zweite Periode bildet. Ueber dieselbe zurückschreitend langen wir bei einer ersten an: dem Zeitalter der entstehenden, zu Sammlungen sich zusammenschliessenden, vor Aufstellung der andern Samhitâs ihr eignes Dasein führenden Rigliteratur. Unsre Untersuchungen haben uns inmitten der scheinbar kaum begrenzten Wandelbarkeit des Textes in der zweiten Periode dessen thatsächliche Stabilität in dieser Zeit kennen gelernt; sie haben uns gezeigt, dass, wo Verderbnisse zu constatiren sind, dieselben in der Regel über diese Periode zurückreichen und aus älterer Vergangenheit übernommen sind. Dort ist der Sitz der textgeschichtlichen Vorkommnisse, die unsrer kritischen Behandlung der Lieder im Einzelnen die Hauptaufgabe stellen werden — oder wir sollten vielleicht sagen, die eine ihrer beiden Hauptaufgaben, denn eine zweite wird im Aufdecken derjenigen Modificationen erblickt werden müssen, welche die phonetische Diaskeuase eines späteren, auf grammatische Betrachtungen gerichteten Zeitalters dem Text aufgedrungen hat.