Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.3
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.3
- Language
- German
c6.3
Wir beginnen mit der Untersuchung der in den beiden Textsammlungen des Sâmaveda erhaltenen Lesarten. Die Abweichungen vom Rigveda-Text sind hier überaus zahlreich und ziehen sich durch alle Theile des Rigveda wie der Ârcikas im Grossen und Ganzen gleichmässig ¹) hin. Man braucht nur wenige Verse der beiden Texte zu vergleichen, um darauf zu treffen, dass beispielsweise der eine Veda den Agni als sudhito garbhiṇîshu, der andre als subhṛito garbhiṇîbhiḥ bezeichnet, oder dass der eine den Soma zum devânâm yoni, der andre zum ṛitasya yoni gelangen lässt. Bald sind es, wie in den angeführten Fällen, verschiedene, nahe bei einander liegende Ausdrucksweisen desselben oder eines verwandten Sinnes ²), bald auch sind Worte von verschiedener Bedeutung aber ähnlichem Klange mit einander vertauscht worden: so ma iha nâsti und mehanâsti, ditsu und dikshu, tvayâ bhûshanti und tve’ â bhûshanti, panishṭaye und canishṭhayâ. Hier und da erstrecken sich die Abweichungen der beiden Texte über einen weiteren Umfang: beispielsweise
Linked texts (1)
- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit