Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.63
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.63
- Language
- German
c6.63
Es genügt, auf die nächsten Stellen jenes Ludwig’schen Verzeichnisses nur einen Blick zu werfen. VI, 16, 28 warum nicht, wie im Ṛv. überliefert ist, agnir no vanate¹) rayim? Warum nur ist vaṃsate »besser«? — IV, 9, 1 warum nicht ya’ îm â devayuṃ janam iyetha barhir âsadam? Und ähnlich weiter. Diese nicht ausgewählten sondern der Zusammenstellung Ludwig’s der Reihe nach entnommenen Stellen zeigen, was es mit seinen langen Listen der angeblich älteren Sv.-Lesarten für eine Bewandtniss hat; wir werden uns durch diese Listen nicht bewegen lassen, auch nur ein Haar breit von dem Grundsatz abzugehen, der die Norm unsrer Kritik bilden muss: dass das Vorliegen echterer Ueberlieferung im Sv. gegenüber Verderbnissen des Ṛv. in einzelnen Fällen anzuerkennen, jedoch in jedem Fall, wo nicht die stärksten Gründe für die Sv.-Lesart sprechen, für unwahrscheinlich anzusehen ist, und dass in zweifelhaften Fällen die Prä- sumtion unbedingt für die im Rv. überlieferte resp. für eine von dieser aus durch Conjectur zu findende Textgestalt spricht.
Linked texts (1)
- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit