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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.74

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.74

Language
German

c6.74

Lernen wir nun auf diese Weise die Saṃhitā als das einzige Stehende, Wesentliche im Lehrpensum der Bahvṛicas kennen, so liegt es überaus nahe, eine Anwendung dieser Betrachtungen auf die Adhvaryuschulen zu versuchen. Wenn es dem einen Zweige der Vedakundigen nicht wesentlich schien, dass Jeder die in den Brāhmaṇas vorgetragene mystisch-speculative Erklärung der Hotar-Functionen kenne, werden wir nicht leicht annehmen, dass der zweite Zweig der Brahmanen der mystischen Erklärung der Adhvaryu-Functionen eine wesentlich andre Dignität eingeräumt habe. Und wir werden in dieser Auffassung bestärkt durch Stellen wie Taitt. Âr. II, 10: yad ṛico ’dhîte . . . yad yajûṃshi . . . yat sâmâni . . . yad atharvâṅgirasaḥ . . . yad brâhmaṇânitihâsân purâṇâni etc. Hier wird — und zwar wohlbemerkt in einem Text des schwarzen Yajurveda —, zuerst von dem svâdhyâya der vedischen Saṃhitâs selbst, der ṛicas, der yajus u. s. w., und dann erst hinterher, als von einer Art Literatur zweiter Classe, neben den Itihâsas etc. auch von den Brâhmaṇas gesprochen: es wird also doch auch für den Standpunct des schwarzen Yv. zweierlei gewesen sein, die Yajus selbst zu recitiren und die im Brâhmaṇastyl gegebenen rituellen und mystischen Erörterungen über die Yajus zu recitiren. Mit einem Wort: es muss auch im schwarzen Yajurveda eine Sonderung der eigentlichen Yajus und der Brâhmaṇa-artigen Zuthaten zu denselben gegeben haben.

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