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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.s1.26

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.s1.26

Language
German

c6.s1.26

Den Character der jungen Herkunft nun trägt ein grosser Theil der in Rede stehenden Verse in der That sehr sichtbar an sich. Man nehme gleich die beiden ersten im Ṛv. fehlenden Pratîkas, welche das Aitareya aufweist: agnir mukham prathamo devatânâm, agniṣ ca viṣṇo tapa’ uttamam mahaḥ (Ait. Br. I, 4; den vollständigen Text giebt Āśv. Śraut. IV, 2, 3). Eine Reihe kleiner Eigenthümlichkeiten würden in ihrer Vereinigung genügen, die Verse im äussersten Fall an die späteste Grenze der Ṛigliteratur zu schieben: entscheidend aber ist, dass in beiden das Wort dîkṣâ auftritt. Begriff und Bezeichnung der Dîkṣâ lässt sich nicht in den Ṛv. zurückverfolgen; die für die Dîkṣâ vorgeschriebenen Texte, soweit sie dem Ṛv. zugehören, erweisen sich deutlich als an sich ausser allem Zusammenhang mit dem betreffenden Ritus stehend. Hier sehen wir nun sehr klar, wie die jüngeren Liturgiker, um nicht bei der Dîkṣâ Verse, welche zu diesem Ritus wirklich passten, ganz entbehren zu müssen, mit eignem Machwerk aushalfen; die Götter der betreffenden Verse sind die leitenden Gottheiten der Dîkṣâ, Agni und Viṣṇu: eine dem Ṛv. fremde Götterzusammenstellung (doch vergl. Bergaigne Rel. véd. II, 416). Es mag bei dieser Gelegenheit darauf hingewiesen werden, dass überhaupt die zwischen Reihen von Ṛigversen auftretenden jüngeren Verse häufig an Gottheiten gerichtet sind, in Bezug auf welche der Ṛigveda versagte, so dass man den Grund sieht, aus welchem eben hier die Liturgiker den Kreis der Ṛiktexte verliessen. So haben wir die eben berührte Combination Agni und Viṣṇu noch in den Yâjyânuvâkyâpartien Maitr. Saṃh. IV, 10, 1; 11, 2, Taitt. Saṃh. I, 8, 22, 1 (vergl. auch Kaush. Br. VII, 2); Indra pradâtar Taitt. S. I, 7, 13, 4; Anumati Taitt. S. III, 3, 11, 3 fg.; Kuhû Maitr. S. IV, 12, 6, Taitt. S. III, 3, 11, 5; Agni vratabhṛit Ait. Br. VII, 8, Maitr. S. IV, 11, 4 ¹); u. A. m.

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