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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.s1.8

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c6.s1.8

Language
German

c6.s1.8

Recht häufig finden sich in den Brâhmaṇas Angaben des Inhalts, dass das und das Lied oder der und der grössere liturgische Complex eine bestimmte Zahl von Versen enthält; die daran geknüpften weiteren symbolisierenden Betrachtungen pflegen der Ueberlieferung der betreffenden Zahl die vollste Sicherheit zu geben. Alle Zählungen dieser Art stimmen nun, so viel ich sehe, mit dem uns vorliegenden Riktext überein. Zuweilen allerdings scheinen sich Differenzen zu ergeben, aber mir ist kein Fall begegnet, in welchem die eingehendere Betrachtung der betreffenden rituellen Daten nicht die Schwierigkeit beseitigte und die Uebereinstimmung der im Brâhmaṇa vorausgesetzten Textgestalt mit der uns vorliegenden herausstellte. So z. B. in dem Fall, dessen Verständnis sich unter allen am hartnäckigsten mir entzog, und in welchem ich in der That die Spur eines abweichenden Riktextes glaubte anerkennen zu müssen, Ait. Âr. I, 2, 2. 18, wo die Verssumme einer gewissen Litanei auf 97 angegeben wird, während sich, wenn man die darin enthaltenen Pragâthas als dreiversig zählt, 100 Verse, wenn als zweiversig, nur 93 Verse ergeben. Die Lösung des Räthsels liegt in der auf den ersten Blick unwahrscheinlich aussehenden Berechnung einiger Pragâthas zu drei, andrer zu zwei Versen: einer Berechnungsweise, welche durch die Untersuchung der einschlagenden Brâhmaṇa- und Sûtravorschriften in der That über jeden Zweifel hinaus gesichert wird.

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