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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.13

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.13

Language
German

c7.13

¹ Die Verdunklung des Bewusstseins für die im Ṛv. so häufige Sylbengeltung anaptyktischer (Svarabhakti-) Vocale wie in ugraḥ (ug·raḥ; ebenso ind·ra, ag·ne, yaj·naḥ etc.; auch, wie Grassmann verkannt hat, p·ra, vergl. Ind. Stud. XVII, 240) scheint demnach auch bereits der Zeit vor der durchgreifenden phonetischen Diaskeuase anzugehören. Für den geringen Zeitwerth jener Svarabhaktivocale ist es, wie bei dieser Gelegenheit bemerkt werden möge, characteristisch, dass dieselben mit ausgesprochener Vorliebe in der offenbar flüchtigsten Sylbe der vedischen Metra, der zweiten Sylbe nach der Triṣṭubh-resp. Jagatîcäsur gebraucht werden; im Verseingang sind sie recht selten; ein Versausgang wie ind·raḥ (◡ ◡) findet sich — abgesehen von so zweifelhaften Belegen wie dhûr·teḥ I, 128, 7, at·raiḥ 129, 8 — wohl überhaupt nicht; der im Gen. Loc. dual. auf -tros d. h. -taros auch im Versausgang so häufig erscheinende Vocal ist eben nicht anaptyktisch. — In die ältere Zeit möchte ich es auch verlegen, dass aus der Vedarecitation der als zweisylbig gerechnete ṛ-Vocal verschwunden ist (s. Benfey, Vedica und Verwandtes 25 fgg.; zahlreiche Belege, in denen man zwischen der Annahme einer metrischen Anomalie und derjenigen eines zweisylbigen ṛ schwanken kann, sind oben S. 68 fg., 74, 79 fg. begegnet), und ähnlich möchte ich über die Fälle denken, in welchen der Veda — ganz so wie später die altbuddhistische Pâlipoesie — zwei Sylben auf dem Wege rapider Aussprache zur Geltung einer einzigen zusammendrückt (s. insonderheit M. Müller, Rigv. Translation p. CXLII fgg.).