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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.21

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.21

Language
German

c7.21

Hält man die Praxis der Lautbehandlung, wie sie durch derartige Stellen characterisirt wird, neben diejenige der Sûtrazeit, welche etwa in den Versen des Ṛik-Prâtiṣâkhya vorliegt, so ergiebt sich die Entscheidung darüber von selbst, welchem der beiden Zeitalter die endgiltige phonetische Ordnung des Ṛiktextes zugehören oder näher stehen muss. Die Discrepanzen zwischen den Brâhmaṇaversen und den Normen der vedischen Diaskeuase verrathen die Differenz zwischen zwei Perioden, von denen die eine sich erst auf dem Wege zu der späteren Künstlichkeit der Lautbehandlung befindet, die andre diesen Weg bereits zurückgelegt hat. Andrerseits die Discrepanzen zwischen den Prâtiśâkhyaversen und den Gesetzen der Diaskeuase erklären sich leicht aus den verschiedenartigen Bedingungen, welchen, wie wir schon oben bemerkten, das Redigiren alter Verse und das Anfertigen neuer unterliegt; gemeinsam aber erscheint hier auf beiden Seiten der maassgebende Standpunct derselben unlebendigen, allein von Theorien — und zwar von ebenso weit getriebenen wie verkehrten Theorien — geleiteten Lautbehandlung. So kann das Resultat nicht zweifelhaft bleiben, dass die Feststellung unsres vedischen Textes mit seiner künstlichen Behandlung der Contractionen, der Halbvocale u. s. w. nicht wesentlich älter ist, als das Ende der Brâhmaṇaperiode.

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