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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.29

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.29

Language
German

c7.29

Es ist bekannt und oft genug ausgesprochen, dass der Padapâṭha zum Saṃhitâpâṭha nichts Neues hinzubringt 1), sondern eine Analyse des Saṃhitâpâṭha giebt, so gut sie eben das Wissen der altindischen Grammatiker zu geben im Stande war. Hätten wir nur den Saṃhitâpâṭha, so könnten wir aus demselben ohne Weiteres einen eben solchen oder vielmehr in mancher Beziehung einen besseren Padapâtha herstellen. Das Umgekehrte wäre unmöglich. Zahlreiche echte und wichtige Eigenthümlichkeiten des Saṃhitâtextes sind im Padatext verwischt und mussten nach dem ganzen Princip des Padapâtha verwischt werden; sie wären von ihm aus nie, am wenigsten mit den wissenschaftlichen Mitteln der indischen Grammatiker herzustellen gewesen; die Ueberlieferung, die uns jene Eigenthümlichkeiten erhalten hat, muss dem Wesen der Sache nach eine alte, weit über den Padapâtha hinausgehende sein. Es braucht an diese Dinge hier nur mit einem Wort erinnert zu werden; die Details, welche diesen Andeutungen die concrete Vervollständigung zu geben hätten, liegen jedem Kenner des Veda nahe. Nehmen wir ferner die zahlreichen Fälle hinzu, in welchen der Padapâtha einen irrigen und zwar unverkennbar auf irriger Interpretation des Saṃhitâpâtha beruhenden Text giebt, so scheint klar, dass der Saṃhitâpâtha das unbedingt Aeltere, der Padapâtha das unbedingt Jüngere ist.