Pramāṇa · Search · About · API

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.42

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.42

Language
German

c7.42

Nach diesen Bemerkungen über die Chronologie der Redaction, welche dem Vedatext seine definitive lautliche Gestalt gegeben hat, wenden wir uns jetzt zu Erörterungen, die auf speciellen, möglichst paradigmatisch auszuwählenden Erscheinungsgebieten einerseits die hauptsächlichsten Typen des diaskeuastischen Verfahrens, andrerseits die zur Aufdeckung desselben anzuwendenden Untersuchungsmethoden veranschaulichen sollen. Es liegt dabei in der Natur der Sache, dass, wenn auch im günstigen Fall in den Resultaten, so doch schlechterdings nicht in der Untersuchung eine Sonderung zwischen den Schicksalen denkbar ist, die irgend eine lautliche Erscheinung durch die Diaskeuase und die sie vor derselben in den älteren Phasen der Ueberlieferung erlitten hat: die planmässigen Textumgestaltungen dort und die mehr naturwüchsigen Corruptelen hier werden in der Regel einander so kreuzen, dass eine getrennte Betrachtung ausgeschlossen ist. So füllen die Erörterungen, zu denen wir uns jetzt zu wenden haben, in gewisser Weise eine Lücke aus, die in unsren früheren Darlegungen über die ältere Textgeschichte geblieben ist: die Materialien, mit welchen wir dort operirten, konnten uns nur bis zu dem Wortbestande, aber nicht bis zu den lautlichen Details des Textes führen; indem wir uns hier mit den letzteren beschäftigen, wird uns Manches begegnen, was von Seiten der textgeschichtlichen Chronologie angesehen mit grösserer oder geringerer Wahrscheinlichkeit jenem früheren Zeitraum zuzuweisen wäre.