Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s1.10
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s1.10
- Language
- German
c7.s1.10
¹ So würde es, um den hier gewonnenen Maassstab auf einige andre Fälle anzuwenden, verfehlt sein, nach dem Grund zu suchen, aus dem IX, 107, 1 (Prât. 334) parîto shiñcata, oder X, 63, 5 (Pr. 177) maho âdityân, oder VII, 33, 3 (Pr. 176) tatâreva (= tatâra eva), oder VIII, 9, 9 (Pr. 177) aṣvineva (= aṣvinâ eva) geschrieben ist. Solche Dinge gehören in das Gebiet des schlechthin Irrationellen, das, wer sich mit dem überlieferten Text beschäftigt, einfach hinzunehmen, wer nach dem ursprünglichen Text forscht, aller Wahrscheinlichkeit nach einfach zu corrigiren hat. Die beiden letzten der angeführten Fälle sind übrigens besonders characteristisch. Die anomale Contraction reicht hier über das Pâdaende hinüber; wir sehen also, dass auch bei Erscheinungen, die so sicher ursprünglich sind, wie der Sandhi an der Pâdagrenze, derartige Anomalien sich finden: ein deutliches Zeichen, wie verfehlt es wäre, denselben irgend welche historische Bedeutung beizumessen.
Linked texts (2)
- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit
- Ṛgvedaprātiśākhya — Śaunaka, Sanskrit