Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s2.103
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s2.103
- Language
- German
c7.s2.103
Hierher gehört vor Allem eine Reihe von Fällen, in welchen die Ueberlieferer das Vorliegen des Pâdaschlusses verkannt und so den Text nach Gesetzen umgestaltet haben, die einen andern als den wirklich vorliegenden metrischen Bau voraussetzen. Vornehmlich kommt hier die Ushṇih aus drei achtsylbigen und einem viersylbigen Pâda sowie ähnliche den viersylbigen Pâda enthaltende Combinationen in Betracht. Den späteren Autoritäten mit ihrer oberflächlichen, fast nur auf Sylbenzählung beruhenden Betrachtungsweise lag es hier nah, einen zwölfsylbigen Pâda anzunehmen, wo vielmehr ein achtsylbiger und ein viersylbiger da war, so dass ein Pâdaende von ihnen übersehen wurde. In der That ist die dem Theilpunct der Pâdas vorangehende Sylbe, wie bei der Schlusssylbe eines Gâyatrî-Pâda zu erwarten ist, sehr häufig eine Kürze; in keiner Hinsicht rechtfertigt sich die Annahme, dass Verlängerungen an dieser Stelle in Wahrheit eingetreten sein sollten. Aber man könnte geradezu a priori dessen gewiss sein, dass bei den Diaskeuasten die Tendenz obgewaltet haben wird, dort Längen zu schaffen, denn für sie handelte es sich hier eben um die achte Sylbe eines zwölfsylbigen Pâda. So lesen wir in der That V, 24, 1 uta trâtâ ṣivo bhavâ varûthyaḥ. Aehnlich VIII, 12, 2 âvithâ; 12, 17 raṇâ, 12, 22 anûshatâ, 13, 5 â bharâ, u. A. m.
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- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit