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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s2.11

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s2.11

Language
German

c7.s2.11

Wir wenden uns nun zu der Frage, an welchen Stellen der Metra die Verlängerungen eintreten. Am klarsten liegt natürlich die Sache in Bezug auf die Versausgänge. Die sechste Sylbe der Gâyatrî-Reihe, die achte und zehnte der Trishṭubh- und Jagatî-Reihe sind demgemäss, wie auch in der Darstellung des Prâtiśâkhya richtig hervortritt, hauptsächliche Sitze der Verlängerungen; an diesen Stellen giebt die Ueberlieferung, wenige Ausnahmen abgerechnet, alle zur Verlängerung hinneigenden Vocale als Längen. So erscheint die Schlussylbe der Instrumentale auf -ena an den betreffenden Stellen fast stets verlängert; Lanman (S. 332) giebt 27 Fälle dieser Art, welchen als Ausnahme nur VIII, 66, 9 gegenübersteht: keno nu kam̥ ṣromatena na ṣuṣruve. Von den überaus zahlreichen Fällen der Verlängerung bei den Formen der zweiten Person Plur. auf -ta und -tha findet sich überhaupt keine Ausnahme, von den kaum minder zahlreichen der 2. Sing. des Imperativs auf -hi, -a, -sva nur verschwindend wenige Ausnahmen, welche Benfey (2. Abh.) s. v. ûrṇuhi, kṛiṇuhi, dîdihi, dhâva, raksha, ṣrija, mâsva — der unter dhâraya aufgeführte Fall ist nur scheinbar — angegeben hat. Anders stellt sich selbstverständlich das Verhältniss bei den Wortclassen, die nur gelegentlich und ausnahmsweise die Verlängerung zeigen: so bei den Vocativen Sing. der -a-Stämme, wo wenigen Fällen der Verlängerung (abhi tvâ vṛishabhâ sute etc., Lanman 339) eine überwiegende Zahl von Gegenbeispielen gegenübertritt (Benfey II, 50 s. v. indra); ebenso bei den Genetiven auf -asya (Lanman 338; Gegenbeispiele bei Benfey II s. v. asya, mânushasya etc.).

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