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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s2.12

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s2.12

Language
German

c7.s2.12

Die Beurtheilung der hier beschriebenen überlieferten Behandlung dieser Verhältnisse wird im Wesentlichen nur eine die Tradition durchaus bestätigende sein können. Die annähernde Ausnahmslosigkeit der Verlängerungen in den dazu am meisten neigenden Fällen haben wir keinen Grund für etwas Gemachtes zu halten; wir bemerkten schon, dass die Häufigkeit der Fälle, in welchen die vedischen Dichter eben jene Schlussvocale auf die eine Länge erfordernden Stellen des Versausgangs fallen lassen, den Beweis dafür giebt, dass sie in der That jene Vocale, wenn erforderlich, als lang zu brauchen gewohnt waren. Fraglich aber ist, wie über die Ausnahmen von den Verlängerungen geurtheilt werden soll. Können wir wirklich z. B. jenes ṣromatenă (VIII, 66, 9) für hinreichend bezeugt halten, dem die sonst ausnahmslose, in 27 Fällen überlieferte Schreibung -enâ unter den analogen metrischen Bedingungen gegenübersteht? Mir scheint, wie wir oben bei der Untersuchung des Abhinihita Sandhi eine wenn auch verhältnismässig geringe Zahl schlechterdings unleugbarer Fehler der Ueberlieferung gefunden haben, so wird auch hier die Annahme eines derartigen Fehlers berechtigt sein: unser Glaube an die Tradition müsste ein uneingeschränkterer sein, als er es nach den Proben jener Untersuchung sein kann, wenn wir uns davor scheuen sollten, eine so ausgesprochene Regel gegenüber den zerstreuten Ausnahmen, welche der überlieferte Text aufweist, durchzuführen.

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