Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s2.64
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s2.64
- Language
- German
c7.s2.64
Da hier wegen des positionsbildenden Anlauts von sma die zweite Sylbe stets lang ist, haben wir nur die vierte zu beachten. Hier finden wir nun bei den Gâyatrîreihen die Regel der wechselnden Quantitäten wenigstens insofern bewährt, als eine kurze vierte stets smâ vor sich hat (4 Fälle), auf sma dagegen (15 Fälle; einzige Ausnahme I, 12, 5) eine Länge folgt. Aber als Ausnahmen stehen nicht wenige (9) Fälle gegenüber mit smà und folgender Länge. In fünf von diesen 9 Fällen geht hi (oder nahi) dem smâ voran, in zweien adha; die später zu betrachtenden Gruppen von Fällen werden uns in der Vermuthung bestärken, dass in der That eben zwischen diesen Worten und der Verlängerung des sma ein Zusammenhang besteht. Lässt sich nun denken, dass im wirklichen Gebrauch der vedischen Dichter hinter adha und hi dem sma eine andre Behandlung zugekommen sein sollte als hinter irgend welchen andern Worten? Mir scheint es evident, dass wir es hier mit einer Regel zu thun haben, welche in ihrer willkürlichen Verknüpfung von Bedingung und Folge den Stempel derselben Werkstätten an sich trägt, aus denen beispielsweise auch die oben (S. 391) von uns beleuchteten Erfindungen über den Abhinihita Sandhi bei -ayo, -aye etc. stammen ¹).
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- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit