Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s3.31
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s3.31
- Language
- German
c7.s3.31
e) Nicht vorhanden ist das s — auch nicht vor ca und cid —, wenn ein kurzer Vocal vorhergeht, d. h. wenn das auslautende n — bis auf eine gleich zu erwähnende Ausnahme — ursprünglichem n oder nt entspricht. So in Locativen und Vocativen (varṣman tasthau, maghavan tava, kasmiñ cid) und in Verbalformen (akṛṇvan tredhâ, ajagmiran te). — Ein Beispiel — irre ich nicht, das einzige — einer Verbalform auf -an = -ans ist ahañ ca (VII, 19, 5; sicher zweite Person): ich halte für das Richtige ahaṃs ca, woraus zu der Zeit als der kurze Vocal als entscheidend für das Nichteintreten des s angesehen wurde, ahañ ca gemacht worden ist. — Der Nominativ sing. des Part. praes., der hier nur als s-lose Form in Betracht kommen kann, weist in der That im überlieferten Text, wie Lanman (506) gezeigt hat, kein s auf, auch nicht vor ca (niveṣayañ ca prasuvañ ca VII, 45, 1). Einzige Ausnahme ist avadams tvam II, 43, 3. Soll hier corrigirt werden? Mit Recht hebt Lanman hervor, dass es sich um eine besonders junge Stelle handelt. Nun zeigen mehrere der jüngeren Saṃhitâs die Formen mit s sporadisch in einer Weise, die eher an ein beginnendes Sich-einbürgern derselben, offenbar nach dem Muster der Nominative auf -vāṃs etc., als an blosse Einflüsse der Diaskeuase, bei denen grössere Consequenz zu erwarten wäre, denken lässt. So ist es wohl wahrscheinlich, dass jene späte Ṛigstelle als erster Beleg der betreffenden Neubildung gelten zu lassen ist.
Cites (1)
- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit