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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s5.3

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s5.3

Language
German

c7.s5.3

Von einer Zurückführung der Kürze des e und o auf das Princip vocalis ante vocalem corripitur kann nicht die Rede sein, wie bereits Bloomfield (a. a. O. 19) mit Recht hervorgehoben hat. Schon die blosse Zählung der betreffenden Fälle reicht hin dies zu beweisen. Die Häufigkeit eines vor folgendem a verkürzten e und o steht in so enormem Missverhältniss zu den seltenen Fällen, in denen ā vor folgendem Vocal hiatusbildend und verkürzt auftritt (s. unten), dass die Verschiedenheit der Bedingungen, unter welchen beide Erscheinungen stehen, klar ist. Man bedenke auch, dass im Fall des o = as hinter dem Vocal nothwendig ein Ueberrest des geschwundenen s anzunehmen ist. Dieser Ueberrest aber muss die Wirkung haben, den verkürzenden Einfluss des folgenden Vocals abzuschneiden: wohl in kā asmai (geschrieben kāsmai), aber nicht etwa in imā[s] apaḥ kann von Verkürzung des Vocals vor dem Vocal gesprochen werden.