Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s5.4
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s5.4
- Language
- German
c7.s5.4
Bloomfield (S. 19 fg.) selbst giebt folgende Erklärung des kurzen o und e. Ursprüngliches ŏs und ĕs, das in der überlieferten Sprache als ăs erscheint, verlor vor folgendem Vocal sein s. Der so entstehende Wortausgang auf ŏ und ĕ wurde, da das »indische Alphabet« [sic] keine Zeichen für ŏ und ĕ besass, theils mit Bewahrung der richtigen Quantität aber mit Aufgabe der Färbung des Vocals als ă geschrieben (so vor allen andern Vocalen als a), theils mit Bewahrung der Vocalfärbung, aber mit Aufgabe der Quantität als ō, ē (so vor folgendem a). Dieses ŏ und ĕ, welches graphisch [sic] mit ō resp. ē zusammenfiel, zog das wirkliche, aus a + u resp. a + i hervorgegangene ō resp. ē (ausser bei den Pragṛihyas) zunächst vor a, dann auch vor andern Vocalen, zu seiner eignen Natur als Kürze hinüber. Schliesslich wurde das ĕ aus ĕs von dem viel häufigeren ŏ aus ŏs absorbiert: so blieben also drei als Längen geschriebene, aber als Kürzen gesprochene Vocale übrig: o für ŏs und ĕs, andres o, und e.