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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s5.32

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s5.32

Language
German

c7.s5.32

Es ist bekannt, dass schon im Rigveda — in den älteren Theilen selten, in den jüngeren mit zunehmender Häufigkeit — -ay, -av, -as mit folgendem a- zu einer Sylbe verschmelzen können, wobei -ay a- zu e, -av a- und -as a- zu o wird¹. Wir haben schon oben (S. 389 fgg.) das Verfahren der Diaskeuase in Bezug auf die Setzung dieses s. g. Abhinihita Sandhi geprüft. Hier muss noch zunächst hervorgehoben werden, dass die Betrachtung des Riktextes diesen Sandhi nur als besondern Fall einer in der That viel allgemeineren Erscheinung herausstellt. Wie bei -ay (-av) und -as vor folgendem a-, so kann auch vor andern Vocalen eine über das ʸ und ˢ (und ebenso über das gleichfalls nicht sehr widerstandsfähige wortschliessende ın) hinüberreichende Krasis stattfinden¹). So rasinaˢ iyam = rasineyam, VIII, 1, 26; ûrdhvaˢ ud = ûrdhvod X, 90, 4; wohl auch devaˢ ekaḥ = devaikaḥ X, 121, 8; turaˢ iyâm = tureyâm VII, 86, 4 u. dergl. mehr. Beispiele für aʸ: taʸ indra = tendra VII, 21, 9; VIII, 40, 9; maʸ ud = mod X, 166, 5; vividaʸ uttaraḥ = vividottaraḥ X, 85, 40, u. s. w.²). Schwerlich stehen im Rigveda diese von der Tradition nicht anerkannten, aus dem Metrum zu erschliessenden Krasen hinter dem zu fester Giltigkeit gelangten Abhinihita Sandhi ihrer Häufigkeit nach mehr zurück, als durch die überwiegende Häufigkeit des a-den andern Vocalen gegenüber im Anlaut von selbst bedingt wird.

Cites (1)