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Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s5.73

Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s5.73

Language
German

c7.s5.73

Als Ergebniss unsrer Untersuchung werden wir die stehende Verkürzung des â vor folgendem Vocal behaupten dürfen. Schwerlich gehört übrigens diese Erscheinung in denselben Zusammenhang mit der Verkürzung des î, û (S. 456 Anm. 2). Bei den letzteren Lauten geht offenbar ein Theil des Vocals in den Halbvocal über, und es bleibt als vocalisches Element eine Kürze zurück; bei â dagegen kann von nichts Anderm als einer Anwendung der Regel vocalis ante vocalem die Rede sein. Uebrigens zeigt sich die Verschiedenheit beider Fälle auch in der Statistik: die Häufigkeit, mit welcher der Schlussvocal von ṣuṣmî, vâjî etc. von der Verkürzung betroffen wird, steht in bemerkenswerthem Gegensatz zu der verhältnissmässigen Seltenheit derartiger Fälle bei dem als Wortausgang an sich so viel häufigeren â: wobei auch noch beachtet werden muss, dass man beim â, wie die mitgetheilten Materialien erweisen, das Zusammentreffen der beiden Vocale durch die Cäsur zu mildern für wesentlich hielt.