Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s5.74
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c7.s5.74
- Language
- German
c7.s5.74
Die oben (S. 468) berührten Fälle der nasalirten Schreibung eines â vor folgendem Vocal geben den Anlass, hier einige Bemerkungen über diese zur Beseitigung des Hiatus bestimmten Nasalirungen hinzuzufügen. Die grosse Hauptmasse derselben betrifft den Schlussvocal des Pâda vor folgendem, durch kein Avasâna getrennten Anfangsvocal: ă vor e und o; â vor ṛi in vielen Fällen, die Worte â und sacâ vor folgendem Vocal¹). Bei der Natur der Pâdatrennung liegt es, wie schon von Benfey ausgeführt worden ist, auf der Hand, dass wir es hier nicht mit etwas Ursprünglichem, sondern mit Diaskeuastenregeln zu thun haben, welche, auf was für Einfällen sie auch beruhen mögen, für uns werthlos sind. Nun findet sich aber die Nasalirung von â und in einem Falle (I, 79, 2) von a auch im Innern des Pâda²). Sie tritt nur an Stellen ein, wo das ă mit dem folgenden Vocal nach Ausweis des Metrums nicht zusammenzuziehen ist, aber es kann, wie nicht erst gesagt zu werden braucht, auch nicht entfernt davon die Rede sein, dass jedes â oder auch nur jedes a gewisser Formen, welches mit folgendem Vocal nicht contrahirt ist, nasalirt würde, vielmehr bilden die betreffenden Fälle die verschwindende Minderzahl. Doch verdient es beachtet zu werden, dass, so selten an und für sich das Zusammentreffen von -â ṛi- ohne Contraction ist, gerade in diesem Fall die Nasalirung fast stehend³) eintritt: kadâñ ṛitacid V, 3, 9, mâtâñ ṛiṇuta V, 45, 6, maghavâñ ṛijishî IV, 16, 1⁴). An einigen weiteren Stellen liegt, wie ich glaube, die Sache anders: vibhvâñ ṛibhuḥ IV, 33, 6 vergl. IV, 36, 6; vibhvâñ ṛibhukshâḥ VII, 48, 3; svavâñ ṛitâvâ III, 54, 12; VI, 68, 5;
Linked texts (1)
- Ṛgvedasaṃhitā — Sanskrit