Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c8.55
Die Hymnen des Rigveda, Bd. I: Metrische und textgeschichtliche Prolegomena c8.55
- Language
- German
c8.55
Dass die in Rede stehenden Texte überhaupt erst in der Zeit nach Śakalya entstanden wären, ist, wie man leicht sieht, ausgeschlossen. Sie beweisen nur, dass in ver-einzelten Fällen noch nach jener Zeit vedische, aber nicht dem Ṛigveda zugehörige Elemente eine anerkannte Stelle im Ṛigveda erlangen konnten. Man darf glauben, die betreffenden Fälle vollständig beisammen zu haben: schwerlich würde, wenn es deren mehrere gäbe, das sich hier als so vorzüglich bewährende Kriterium des Padapāṭha versagen. So steht die Gruppe dieser Verse in der Mitte zwischen den alten, dem Śakalya bereits für echt geltenden Zusätzen zu den Liedern, wie wir deren mehrere z. B. bei der Besprechung der Anordnung von Buch X erörtert haben, und den jungen, als Khilas erscheinenden Anhängseln der Saṃhitā, welchen es weder zerlegt noch unzerlegt gelungen ist in den Padapāṭha einzudringen.